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Das Coronavirus breitet sich in Europa aus. Viele Urlauber stellen sich in Anbetracht der Corona-Krise die Frage, ob sie ihren Urlaub überhaupt noch antreten oder ihn besser absagen sollen. Doch: Welche Folgen hat eine Reise-Stornierung? Werden die Kosten für Flugtickets oder Urlaubsreisen erstattet? Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten, da es immer davon abhängt, ob eine Pauschalreise oder eine Individualreise gebucht wurde. Für alle Fälle gilt: Informieren Sie sich rechtzeitig und regelmäßig über die aktuelle Lage.

Coronavirus: Ihre Rechte im Rahmen einer Pauschalreise

Sie haben eine Pauschalreise gebucht, wenn Sie mindestens zwei Hauptreiseleistungen, zum Beispiel Flug und Hotel, als ein Paket gebucht und bezahlt haben. Zu den Pauschalreisen zählen auch Kreuzfahrten sowie Tagesreisen, die mehr als 500 Euro kosten.

Kann ich wegen des Coronavirus meine Pauschalreise stornieren?

Sie können Ihre Reise grundsätzlich immer stornieren. Schlimmstenfalls müssen Sie Stornokosten bezahlen, denn nicht immer ist ein Storno kostenlos möglich.

Es kommt hierfür darauf an, ob das Auswärtige Amt vor Reisebeginn, aber nach der Buchung, eine Reisewarnung für Ihr Reiseziel ausgesprochen hat. Dann können Sie normalerweise die Pauschalreise kostenlos stornieren oder umbuchen. Die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes wurde deshalb erlassen, weil die Gerichte eine Reisewarnung als „außergewöhnlichen Umstand“ akzeptieren. Daher sind derzeit alle Reisen kostenlos stornierbar.

Argumentieren Sie bei Ihrem Reiseveranstalter mit diesem „unvermeidbaren außergewöhnlichen Umständen“ oder „höherer Gewalt“, also mit Ereignissen, die bei der Buchung nicht vorhersehbar waren.

Entscheidend ist aber, dass dieser Umstand auch zum Reisezeitpunkt vorliegt. Wenn Ihre Reise erst in einigen Wochen oder Monaten geplant ist, können Sie daher nicht ohne Weiteres auf eine kostenfreie Stornierung vertrauen. Der außergewöhnliche Umstand muss mit einiger Wahrscheinlichkeit zum Reisetermin vorliegen. Das lässt sich zwar für Reisen in den nächsten Tagen vorhersehen, aber nicht für Reisen, die erst in einiger Zeit stattfinden.

Bitte beachten: Die reine Angst zu erkranken reicht nicht, um die Pauschalreise kostenfrei zu stornieren!

Coronavirus: Handelt es sich um einen außergewöhnlichen Umstand?

Das muss von Fall zu Fall entschieden werden.

Außergewöhnlich sind die Umstände dann, wenn sie sich auch dann nicht hätten vermeiden lassen, wenn die Airline alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen hätte, um den Flug dennoch durchzuführen. Entscheidet sich die Fluggesellschaft während der Coronavirus-Krise dazu den Flug aus betriebswirtschaftlichen Gründen zu annullieren, liegen keine außergewöhnlichen Umstände vor. Sie können also weiterhin Ihren Anspruch auf Ausgleichszahlungen geltend machen.

Beruft sich die Fluggesellschaft hingegen auf außergewöhnliche Umstände, weil die Gegebenheiten am Zielort die Durchführung des Fluges erheblich erschweren oder unmöglich machen, entfällt dieser Entschädigungsanspruch.

Ist ein Gebiet oder eine Region komplett gesperrt, können Sie in der Regel davon ausgehen, dass es sich um einen außergewöhnlichen Umstand handelt.

Angst vor einer Quarantäne im Zielland: Kann ich die Reise stornieren?

Die Angst, am Zielort in Quarantäne zu kommen, rechtfertigt noch nicht die kostenfreie Stornierung. Das geht nur dann, wenn es schon sicher ist, dass man in Quarantäne kommt. Bei Reisen, die noch einige Zeit entfernt sind, ist das aber reine Spekulation. Daher heißt es in diesen Fällen: abwarten oder kostenpflichtig stornieren.

Das gleiche gilt, wenn man befürchtet, nach der Rückreise ins eigene Land möglicherweise in Quarantäne zu kommen, weil sich die Regeln während der Reise geändert haben.

Wer einen längeren Aufenthalt wegen einer angeordneten Quarantäne bezahlt, richtet sich nach dem Recht des Aufenthaltsortes. In manchen Ländern kommt der Staat für die zusätzlichen Kosten auf. In vielen Ländern ist diese Frage aber auch noch nicht sicher geklärt.

Wenn Sie eine Reise gebucht haben und sie wegen einer Quarantäne in Deutschland nicht antreten können, ist unklar, ob die deutschen Behörden Ihnen den Reisepreis ersetzen. Setzen Sie sich dafür mit der Behörde, die die Quarantäne angeordnet hat, in Verbindung.

Gesundheitsgefährdung – höhere Gewalt

Auch ohne eine offizielle Reisewarnung kann ein zum Rücktritt berechtigender Fall höherer Gewalt gegeben sein. Es kommt dann aber auf die konkreten Umstände des Einzelfalles an:

Allgemein gilt der Grundsatz, dass für den Fall, dass eine Gefährdung der Gesundheit für den Reisenden nachweisbar ist und diese über 25% liegt, so liegt höhere Gewalt vor.

So kann zum Beispiel in vielen betroffenen Regionen der menschliche Kontakt schlicht und einfach nicht vermieden werden, was zu einer erheblichen Infektionsgefährdung führen kann.

In solchen Fällen kann der Reisende seine bereits gebuchte Reise sodann stornieren.

Bei der Frage, ob eine erhebliche Erschwerung, Gefährdung oder Beeinträchtigung der Reise vorliegt, kommt es aber nicht auf die subjektive Einschätzung des Reisenden, sondern auf die objektive Lage im Zeitpunkt der Kündigung an.

Einreisesperren oder Sonderkontrollen

Aufgrund der Ausbreitung der Atemwegserkrankung COVID-19, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, muss mit verstärkten Einreisekontrollen, Gesundheitsprüfungen mit Temperaturmessungen zur Identifizierung erkrankter Reisender und Auftreten von Krankheitsfällen im Land bis hin zu Quarantänemaßnahmen und Einreisesperren gerechnet werden.

Naturgemäß sind Gefahren entsprechend der Ausbreitung in einzelnen Ländern oder Gebieten, aber auch je nach Möglichkeit der Schutzmaßnahmen und des Abstands zu anderen Menschen unterschiedlich.

Die verstärkten Einreisekontrollen und Gesundheitsüberprüfungen betreffen insbesondere auch Kreuzfahrtschiffe. Es ist bereits mehrfach zu Verweigerungen des Anlaufens von Häfen gekommen. Mit Verzögerungen, Routenänderungen und in bestimmten Fällen auch Quarantänemaßnahmen durch lokale Behörden ist weiterhin zu rechnen.

Findet die Reise erst in einigen Wochen oder Monaten statt, stellt sich die Frage, ob man die Reise besser stornieren oder ob man doch noch abwarten sollte.

Wenn Sie frühzeitig stornieren, sind in der Regel die Stornokosten geringer. Wenn Sie abwarten, sind folgende Szenarien möglich:

  1. Die Reise findet statt und die Lage hat sich soweit beruhigt, dass Sie die Reise antreten können. In diesem Fall bleibt alles beim Alten.
  2. Die Reise findet statt, Sie möchten sie aber trotzdem nicht antreten. Dann können hohe Stornokosten auf Sie zukommen.
  3. Die Reise wird vom Reiseanbieter storniert. In diesem Fall bekommen Sie ihr Geld zurück.

Sie müssen folglich die Risiken für sich bewerten und danach entscheiden.

Liegt keine Reisewarnung (mehr) vor, ist es die Kulanzentscheidung des Reiseveranstalters, ob Sie kostenfrei stornieren oder die Reise umbuchen dürfen. Eine Reisewarnung sieht beispielsweise wie folgt aus: „Vor Reisen nach Südtirol wird gewarnt.“ Rät das Auswärtige Amt nur von nicht notwendigen Reisen ab, so ist das keine Reisewarnung.

Können Sie Sehenswürdigkeiten nicht besichtigten, die einen wesentlichen Bestandteil der Pauschalreise ausmachen, oder kommt es zu gravierenden Änderungen im Reiseablauf, kann dies ebenfalls einen Grund für einen kostenlosen Reiserücktritt darstellen. Das kann zum Beispiel bei einer Änderung der Route im Fall einer Kreuzfahrt oder Rundreise der Fall sein. Fragen Sie bei Ihrem Reiseveranstalter nach. Eine wesentliche Änderung liegt auch dann vor, wenn Sie bei Ihrer Einreise zunächst eine 14-tägige Quarantäne antreten müssten.

Sagt hingegen der Reiseveranstalter die Pauschalreise  von sich aus ab, muss er Ihnen den Reisepreis erstatten

Die Pauschalreise verlängert sich aufgrund des Coronavirus – Welche Rechte habe ich?

Können Sie nicht zum geplanten Zeitpunkt zurückreisen, weil z. B. Ihr Flug wegen des Coronavirus ausfällt, muss Ihr Reiseveranstalter die Kosten für den verlängerten Aufenthalt für bis zu drei Tage tragen. Was darüber hinaus geht, müssen Sie selbst bezahlen, sofern die Kosten nicht von einer anderen Institution (z. B. Behörden) übernommen werden. Werden Sie am Urlaubsort unter Quarantäne gestellt, übernehmen in manchen Ländern die Behörden die dadurch entstehenden zusätzlichen Kosten. Das hängt allerdings von den dort jeweils geltenden Gesetzen ab. Für weitere Informationen kontaktieren Sie Ihren Reiseveranstalter oder die lokalen Behörden.

Die Pauschalreise wird aufgrund des Coronavirus vorzeitig abgebrochen – Welche Rechte habe ich?

Müssen Sie früher als geplant zurückreisen, können Sie unserer Meinung nach einen Teil des Reisepreises zurückverlangen. Die Höhe hängt von der Zahl der Tage ab, um die Ihre Reise verkürzt wird. Aber auch hier gilt: Wie die Gerichte diesen Fall letzendlich beurteilen werden, bleibt abzuwarten. Versuchen Sie daher zunächst, mit dem Reiseveranstalter eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Der Reiseveranstalter bietet mir einen Gutschein an: Muss ich diesen annehmen?

In einigen Fällen bieten Reiseveranstalter Gutscheine statt der Erstattung des Reisepreises bei einer Stornierung an. Sie müssen den Gutschein nicht akzeptieren, wenn Sie ein Recht zur kostenfreien Stornierung hatten. Bietet der Reiseveranstalter den Gutschein aus Kulanz an, kann ein Gutschein eine Lösung sein. Beachten Sie bitte, dass Sie bei einem Gutschein nicht unbedingt gegen die Insolvenz des Veranstalters geschützt sind.

Welche Rechte gelten für Individualreisende?

Für individuell zusammengestellte Reisen, wenn Sie zum Beispiel den Flug und das Hotel bei unterschiedlichen Anbietern gebucht und bezahlt haben, gelten andere Regelungen als bei Pauschalreisen.

Es lohnt sich, einen Blick auf die Website Ihres Anbieters zu werfen. Viele bieten momentan besondere Storno- und Umbuchungsregelungen an. Zum Beispiel Lufthansa, Airbnb sowie die Deutsche Bahn.

Flugreisen: Rechte von Individualreisenden

Bei Flugreisen ist es in vielen EU-Ländern von der Kulanz der Airline abhängig, ob sich der Flug kostenfrei stornieren lässt. Verhandeln Sie mit Ihrer Fluggesellschaft! Viele zeigen sich derzeit kulant und bieten kostenfreie Umbuchungen oder sogar Stornierungen an.

In Italien und Spanien können Flüge bei höherer Gewalt kostenfrei storniert werden. Stornieren Sie den Flug, bekommen Sie in jedem Fall die Steuern und Gebühren des Tickets zurück.

Hat die Airline den Flug annulliert, muss Ihnen der Ticketpreis erstattet oder die Möglichkeit einer anderweitigen Beförderung zum Zielort, zum Beispiel Bahnfahrt oder Umbuchung des Flugs auf einen späteren Zeitpunkt, angeboten werden. Erkundigen Sie sich rechtzeitig bei der Fluggesellschaft. Sie müssen auch hier keinen Gutschein akzeptieren, wenn Ihnen eigentlich der Ticketpreis erstattet werden müsste, also wenn keine anderweitige Beförderung möglich ist.

Bislang ungeklärt ist, ob Sie kostenfrei stornieren können, wenn Sie am Zielort in mehrtägige Quarantäne müssten. Verhandeln Sie auch in diesem Fall mit Ihrer Fluggesellschaft und bitten Sie um eine kostenlose Umbuchungs- oder Stornierungsmöglichkeit. Auch ein Gutschein für einen späteren Flug kann eine Lösung sein. Beachten Sie auch hier, dass Sie bei einem Gutschein nicht gegen die Insolvenz der Airline geschützt sind.

Die Europäische Kommission hat kürzlich Auslegungsrichtlinien zu den europäischen Passagierrechten veröffentlicht. Danach wies sie unter anderem auf folgendes hin: Stranden Sie über Tage an Ihrem Urlaubs- oder Umsteigeort, muss die Fluggesellschaft Ihnen beistehen. Das bedeutet, dass die Airline Sie auf ihre Kosten angemessen in einem Hotel unterbringen muss, bis Sie nach Hause reisen können. Diese Auslegungsrichtlinien sind zwar für Gerichte nicht verbindlich, werden aber meist von Richtern bei ihren Urteilen berücksichtigt.

Kann ich mein Hotelzimmer kostenfrei stornieren?

In zahlreichen EU-Mitgliedstaaten legen die Hotelbetreiber selbst fest, ob die Zimmer kostenlos storniert werden dürfen, ob Stornogebühren fällig werden oder ob der komplette Betrag bezahlt werden muss.

Schauen Sie in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen Ihrer Hotelunterkunft. In Spanien ist es von Gesetzes wegen möglich, das Hotelzimmer aufgrund höherer Gewalt kostenfrei zu stornieren. Es kommt also auf die Rechtslage im Zielort an. In Österreich und Italien können Sie sich auf den Wegfall der Grundlage des Vertrags berufen. Ist das im Zielland anders, bitten Sie um einen Gutschein für einen späteren Zeitpunkt. Darauf lassen sich Hotelbetreiber eher ein als auf eine kostenfreie Stornierung.

Ebenso kommt es auf die Rechtslage im Zielland an, wenn Sie nur das Hotel gebucht haben, aber den Ort gar nicht erreichen können.

Habe ich einen Anspruch auf Ausgleichszahlung von der Airline?

Bei Flugverspätung, Flugausfall oder Nichtbeförderung besteht unter bestimmten Voraussetzungen sowohl für Pauschalurlauber als auch für Individualreisende ein Anspruch auf Entschädigung durch die Airline.

Es gibt jedoch Fälle, in denen die Fluggesellschaft keine Ausgleichszahlungen leisten muss, zum Beispiel, wenn die Airline Ihren Flug 14 Tage vor Abflug annulliert – was aktuell häufig geschieht – oder es sich um einen Fall von außergewöhnlichen Umständen (höhere Gewalt) handelt.

Einreise wegen Coronavirus verwehrt

Bei einem behördlich verhängten Einreiseverbot handelt es sich nach unserer Einschätzung um einen Fall von höherer Gewalt. Pauschalreisen und individuell gebuchte Flüge können infolgedessen kostenlos storniert werden.

Sie können bei individuell gebuchten Leistungen gegenüber der Fluggesellschaft auch mit dem Wegfall der Geschäftsgrundlage für den Vertrag argumentieren, wenn Sie auch einen Aufenthalt in dem betroffenen Land geplant hatten. Dies können Sie beispielsweise durch Hotelbuchungen nachweisen.

Wie bei vielen Fragen zum Thema Coronavirus ist auch diese bislang eine ungeklärte Rechtsfrage. Das letzte Wort bei der Auslegung der Gesetze haben die Gerichte.

Wann greift meine Versicherung?

Ob der Versicherungsschutz Ihrer Reiserücktritts- oder Reiseabbruchversicherung greift, hängt von den jeweiligen Vertragsbedingungen ab. Epidemien, Pandemien und Terror sind meist von der Versicherung ausgeschlossen. Normalerweise greift die Reiserücktritts- bzw. Reiseabbruchversicherung bei Unfällen, schweren Verletzungen (Knochenbrüchen) oder unvorhersehbaren Erkrankungen der versicherten Person.

Bitte beachten:
Versicherungen verlangen als Nachweis die Vorlage eines ärztlichen Attests. Die reine Angst zu erkranken genügt nicht, um den Versicherungsschutz in Anspruch zu nehmen

Der Corona-Virus (Covid-19) breitet sich schnell aus und ist hochansteckend. Reisende, die einen Urlaub gebucht haben, stellen sich nun die Frage, ob ein Reiserücktritt ohne weiteres möglich ist oder der Urlaub umgebucht werden kann.

Auch wenn ein Rücktritt von Reisen nicht für alle Gebiete grundsätzlich kostenlos ist, so wird sich der Reisende jedoch unter bestimmten Umständen auf höhere Gewalt berufen und den Reisevertrag gem. § 651h BGB kostenfrei kündigen können.

So können die behördlichen Anordnungen und Einschränkungen in China, Korea, Italien oder jetzt aktuell für die USA ein unvermeidbarerer, außergewöhnlicher Umstand sein, der die Durchführung einer Pauschalreise oder die Beförderung an den Bestimmungsort erheblich beeinträchtigt.

Ein behördliches Einreiseverbot stellt einen Fall höherer Gewalt dar.

Grundsätzlich kommt es aber entscheidend darauf an, wie das Auswärtige Amt die Lage einschätzt.

Kostenlose Reiserücktritte sind möglich, wenn eine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für die entsprechende Region besteht.

Werden lediglich Hinweise veröffentlicht (leichte Atemmasken, Vermeidung von Menschenkontakten), so genügt dies nicht.

Eine Reisestornierung kann übrigens jederzeit für jede Reise vorgenommen werden, wenn der Reisende bereit ist, die Stornogebühren zu tragen.

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in das Ausland wird bis mindestens Ende April 2020 gewarnt, da mit starken und weiter zunehmenden drastischen Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr, und der weltweiten Einreisebeschränkungen, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern zu rechnen ist. Das Risiko, dass Sie Ihre Rückreise aufgrund der zunehmenden Einschränkungen nicht mehr antreten können, ist in vielen Destinationen derzeit hoch.

Änderungen der Einreise- und Quarantänevorschriften erfolgen teilweise ohne jede Vorankündigung und mit sofortiger Wirkung. Zahlreiche Reisende sind in mehreren Ländern derzeit betroffen und an der Weiter- oder Rückreise gehindert.
Naturgemäß sind Gefahren entsprechend der Ausbreitung von COVID-19 in einzelnen Ländern oder Gebieten, aber auch je nach Möglichkeit der Schutzmaßnahmen und des Abstands zu anderen Menschen unterschiedlich.
Die verstärkten Einreisekontrollen und Gesundheitsüberprüfungen betreffen insbesondere auch Kreuzfahrtschiffe. Es ist bereits mehrfach zu Verweigerungen des Anlaufens von Häfen gekommen. Mit Verzögerungen, Routenänderungen und in bestimmten Fällen auch Quarantänemaßnahmen durch lokale Behörden ist weiterhin zu rechnen.

Flug- und Schiffsreisende aus China, Japan, Südkorea, Iran und Italien und von dort auch ggf. auch Bahn- und Busreisende müssen bei der (Wieder-)Einreise nach Deutschland mit Kontrollen rechnen und eine Aussteigekarte ausfüllen. Dies dient der Nachverfolgung von Kontaktpersonen, wenn sich ein Mitreisender später als Träger des Covid-19 herausstellen sollte.

An den Landgrenzen zu Dänemark, Luxemburg, Frankreich, Österreich und der Schweiz werden wieder Grenzkontrollen durchgeführt, wobei Reisende ohne triftige Gründe zurückgewiesen werden. Der Warenverkehr, Berufspendler, aber auch Reisende zur Rückkehr an ihren Wohnort können weiterhin reisen, sofern sie keine Krankheitssymptome aufweisen.

Bei Anhaltspunkten für eine Erkrankung mit dem COVID-19 im grenzüberschreitenden Verkehr nach Deutschland wird die Bundespolizei unverzüglich die örtlich zuständigen Gesundheitsbehörden hinzuziehen. Diese nehmen im Einzelfall die medizinische Bewertung vor und entscheiden über eine etwaige Behandlung.

– Überprüfen Sie kritisch, ob Ihre geplante Reise ins Ausland derzeit wirklich notwendig ist oder nicht verschoben werden kann.
– Treten Sie vorerst keine Reise zu touristischen Zwecken in das Ausland mehr an.
– Bemühen Sie sich aufgrund wegfallender Flugverbindungen ggf. um eine schnellstmögliche Rückreise nach Deutschland.
– Überprüfen Sie Ihren Reisekrankenversicherungsschutz und erweitern Sie ggf. Ihren Versicherungsschutz um eine Rückholung.
– Registrieren Sie sich unbedingt in unserer Krisenvorsorgeliste und halten Sie Ihre Kontaktdaten aktuell.
– Erkundigen Sie sich bei notwendigen Reisen vor Reiseantritt bei der Vertretung Ihres Reiseziels nach aktuellen Einreise- und möglichen Quarantänebestimmungen und Einreisesperren bei bestimmten Voraufenthalten.
– Lassen Sie sich vor Buchung einer größeren Reise wie z.B. einer Kreuzfahrt persönlich durch ein Reisebüro und ggf. auch ärztlich beraten, insbesondere wenn Sie Vorerkrankungen haben oder bereits im fortgeschrittenen Lebensalter sind.
– Achten Sie auf einen ausreichenden Vorrat an notwendigen Medikamenten auch für den Fall eines verlängerten Aufenthalts im Ausland.
– Bereiten Sie sich auf möglicherweise zusätzliche Kosten bei einem verlängerten Aufenthalt vor und lassen Sie ggf. Ihren Kreditrahmen erhöhen.
– Rechnen Sie bei angeordneten Quarantänemaßnahmen nicht mit einer Rückholung durch Ihren Reiseveranstalter oder die Bundesregierung, sondern befolgen Sie die Anordnungen lokaler Gesundheitsbehörden.
Stand 21.03.2020


Die Reise- und Sicherheitsinformationen vom Auswärtigen Amt sollen es allen Reisenden ermöglichen, selbst zu entscheiden, ob Sie eine Reise antreten. Zu diesem Zweck wird die Lage kontinuierlich beobachtet und Aktualisierungen vorgenommen. Aber: Weder das Auswärtige Amt noch die deutschen Auslandsvertretungen können Reisenden die Entscheidung über eine Reise abnehmen.

Letzte Aktualisierung: 22.03.2020

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